Waltraud Jerominski (*1920)

"Ich bin in Berlin geboren und zwar am 6.6.1920. Das war wohl Prenzlauer Berg. Aber meine Eltern sind sehr schnell nach Mitte gezogen, in die Invalidenstraße. Und das ist eine ganz interessante Ecke, die ist jetzt ja berühmt geworden durch die Bernauer Straße. Mein Vater war Konditor, also gelernter Bäcker und dann war er so geschickt, dass er sich das Konditor-Handwerk selbst beigebracht hat und war auch als Konditor angestellt tätig."

 

Waltraud Jerominski (*1920) ist nicht nur eine tolle Erzählerin und liebenswerte Gastgeberin, sie ist auch die Mutter von Bernd Rühmann (*1942), Schwiegermutter von Gabriele Rühmann (*1951) und Großmutter von Frederik Rühmann (*1979). Fehlt nur noch Juliane Winkler (*1978), die Frau von Frederik, die mich anschrieb und den ganzen Familienclan für "Berliner Kindheiten" anmeldete.

Kartoffelacker

"Die Lehrerin hat auch meine Mutter mal hinbestellt und die hat sich da auch einschüchtern lassen und denn, die hat sich doch erlaubt zu sagen: „Wissen sie, Frau Kröger, auf einem Kartoffelacker, da kann ja auch kein Weizen gedeihen.“

Sommerferien

 "Wir hatten eine ganze Menge Jüdinnen in unserer Klasse, bis ´33, und dann, das war ja, also lange vor den großen Ferien, die blieben dann noch in unserer Klasse. (...) Als dann die großen Ferien waren, da waren einige Lehrer nicht mehr da und auch viele Mitschülerinnen."

Mauerblümchen

"Ich hab also mit dem Rücken zur Tanzfläche gesessen. Die beiden Mädels sind dauernd aufgefordert worden, Soldaten waren das dann, junge Soldaten, mich hat kein Mensch aufgefordert."