Peter "Lucki" Lucas (*1954)

Peter "Lucki" Lucas (1954)  hat, wie er sagt, in drei Städten gelebt: "Berlin vor, während und nach der Mauer." Er berichtet von seiner sehr behüteten Kindheit in Konradshöhe, dem Drachensteigen und Fussballspielen und seinem Ausbrechen aus der behüteten familiären Enge bei seiner ersten großen Reise als Tramper. Später hat er Berlin als Taxi- und Busfahrer kennengelernt (und vor allem auch den Fall der Mauer erlebt), er berichtet auch von dem mulmigen Gefühl in der Geister-U-Bahn, wenn es von West nach Ost ging.

 

Geisterbahn

"Das war eine geisterhafte Atmosphäre. Ich habe dann versucht Zeitung zu lesen oder ein Buch, aber habe den Satz dann zwei oder dreimal gelesen, weil ich so angespannt war. Weil der Zug hat eine komische Geschwindigkeit gehabt, der ist nicht Vollgas gefahren, aber auch nicht angehalten. Der durfte nicht anhalten. Ich habe noch die Lautsprecheransage im Ohr: "U-Bahnhof Reinickendorfer Straße, letzter Bahnhof in Berlin West."

Trampen

"Meine Mutter hatte für die 4 Wochen die ich in England bleiben wollte, hat die einen Koffer und eine adidas-Reisetasche gepackt. Ich hatte glaube ich 2 Schlafanzüge da drin und 6 Hosen und noch Rei in der Tube und noch Schuhputzzeug. Alles so Zeug, dass ich heute nie mitnehmen würde. Das habe ich aber erst gemerkt, als ich in Aachen stand und Blasen an den Händen hatte vom Koffer tragen."

"Streut Blumen..."

"Nach dem 4. Kind hat meine Mutter gesagt, "egal was der Papst sagt", sie will jetzt verhüten. Und dann hat sie die Pille genommen. Und dann hat ihr der Arzt gesagt, "sie sind jetzt in der Menopause." Da hat sie die Pille abgesetzt und da ist noch ein Kind gekommen."