Sascha Niemann (*1975)

Sascha Niemann (*1975): "Tempelhof ist ja ein relativ beschaulicher Bezirk, wenn man es positiv sagen will. Ich bin dann irgendwann mit 18 oder 19 mit einer Freundin weggezogen, die aus Lichtenberg kam. Aus heutiger Sicht kann man wohl sagen, ist es eher etwas langweilig. (...) Obwohl Kneipen gibt es relativ viele. Da war ich auch als Kind. Wir hatten direkt unter uns eine Kneipe, die hat mein Leben auch ein bisschen geprägt, ein bisschen."

Keksfabrik

"Meine Großmutter meinte zu ihr: "Du suchst doch einen deutschen Mann?" "Ja, klar, klar." "Einen angenehmen Mann?" - "Klar, klar!" - "Ich hab da einen!" Das war dann zufälligerweise ihr Sohn und der Verkupplungsversuch hat dann richtig gut gepasst."

 

 

 

Preußen Klause

"Die hieß "Bei Gerd" erstmal, dann "Bei Marco", Marco war ein Typ aus Mostar und heißt jetzt glaube ich die  "Preußen Klause". Das war so eine richtige alte Spelunke damals. Du hast sehr viele verschiedene Persönlichkeiten da gehabt, kann man so sagen. Am Stammtisch von meinem Vater saß ein Typ der war Fan von der SPD, einer war Mitglied von der FDP und mein Vater hat sich mal ein Parteibuch von der CDU anquatschen lassen."

Neue Welt

"Mein Leben hat sich bis zum 14.Lebensjahr in  Tempelhof abgespielt. Als dann die Mauer aufgegangen ist, ich glaub es war der erste Tag nach der Öffnung, sind wir, als die ganzen Leute vom Osten in den Westen gegangen sind, in den Osten gegangen und haben uns die Stadt angeschaut. (...) Ab 1993 habe ich dann im Prenzlauer Berg gewohnt, da war das hier aber fast schon domestiziert."