Anna-Maria Gubar (*1987)

Anna-Maria Gubar (*1987) in Pankow geboren, aber in Hohenschönhausen aufgewachsen. "Hohenschönhausen hat heute ja eher so den Ruf, "Asi-Gegend", sozialschwach, wenig Einkommen. Aber früher, waren da viele Familien, das waren moderne Wohnungen, man hatte Zentralheizung und keine Ofenheizung. Das war eine sehr schöne Ecke und man hat sich gefreut, wenn man da eine Wohnung bekommen hat." Sie berichtet von Ihrer großen Familie, der russischen Oma, vielen Krankenhaus- und Demobesuchen und wie sie die Welt entdeckte. 


Anitschka

"Meine russische Oma ist zu meiner Geburt nach Berlin gezogen. 

Die spricht ein ganz süßes Deutsch und spricht uns Kinder auch immer in der "sie"-Form an. Die hat so eine ganz bestimmte Melodie, das ist herrlich, wenn sie anruft und auf den Anrufbeantworter spricht: "AAnitschkaaa! Wie geht es Ihnen?"

Barfuß

"Erwachsen geworden bin ich zum einen durch die Krebserkrankung meiner Mama, durch den Tod von meinem Papa; zum einen durch das Reisen und dann wahrscheinlich mit meinen Kindern, aber so ganz glaube ich noch nicht. Also ich habe noch nicht das Gefühl, so ganz vernünftig bin ich noch nicht. Ich möchte noch dieses und jenes ausprobieren und laufe ja auch immer noch Barfuß." 

Ost-Berlinerin

"Auch wenn ich erst zwei war, als die Mauer gefallen ist, bin ich ja trotzdem von meinen Eltern in diesem Sinne erzogen worden. Also, es ist ja nicht so, die Mauer ist gefallen und alles ist vorbei, sondern bestimmte Einstellungen,

wie mit Nachbarschaft umgegangen wird oder eine Art soziales Miteinander anders ist.

Und deswegen fällt mir das manchmal schon auf, wie unterschiedlich das ist, ob man einen Kita-Platz in Ost- oder West-Berlin sucht."