Gilbert (*1997)

Gilbert (*1997) ist im Bergmannkiez aufgewachsen, wo er auch heute noch lebt. "Ich bin in eine Theaterfamilie geboren, meine Eltern haben sich nach dem Mauerfall am Berliner Ensemble kennengelernt." Gilbert entdeckt früh seine Liebe zur Malerei, die bis heute anhält. Gilbert berichtet diese Woche vom Feiern gehen, von Ängsten & Mutproben, Shibari und dem Aufwachsen im Berlin der Jahrtausendwende.

Feiern gehen

"Ich hatte immer das Gefühl, dass das eine Kreuzberger Szene ist. Ich habe relativ viel Parties gefeiert damals, als das los ging in dieses Partyalter. (...) Chemos, da habe ich immer einen Bogen gemacht. Gerade auch Koks wurde mir häufiger angeboten, aber da habe ich immer gesagt, auf keinsten. Auch Acid und LSD sind Sachen, die sind eine Nummer zu weit für mich."  

Mutproben

"Ich kann mich an Mutproben erinnern. Das hatte viel mit  Angstbewältigung zu tun. (...)  Ich habe mich auch selbst gefordert bei solchen Sachen. Gerade bei so Sachen wie ohne Bremsen den Berg hinunterzufahren. Das lässt sich vor allem mit Adrenalin beschreiben. (...) Mit Adrenalin spiele ich ganz gerne."

Wenn die Lichter

"Wenn ich tot bin, bin ich tot. Wenn die Lichter aus sind, ist da auch nichts mehr, dem man hinterhertrauern könnte. Ich habe Angst Qualvoll zu sterben, das ist nichts was ich mir wünsche. Aber wenn ich von heute auf morgen nicht mehr aufwache, kann ich nicht sagen...das ist nichts worüber ich mir Gedanken machen kann."